Harmonica-Pflegedienst

Der Seniorentreff

Harmonica-Pflege "Unser Seniorentreff "

Was können wir tun, damit bei vielen von unseren Kunden eine höhere persönliche Zufriedenheit erreicht werden kann. Für uns Pflegekräfte im ambulanten Dienst ist bei unseren Hausbesuchen oft nicht genügend Zeit, ausreichend auf die Stimmungen und Erwartungen unserer Patienten einzugehen, weil ja die nächsten auf der vorgeplanten Tour schon warten. Aus diesen Gründen hatte ich irgendwann den gedanklichen Impuls, eine Gruppe von Patienten und auch deren Angehörige zu regelmäßigen Treffen, Gesprächskreisen oder Informationsveranstaltungen zusammenzubringen.
Der "Seniorentreff" wurde als eine Projekt-Arbeit der verantwortlichen Pflegekraft des Harmonica-Pflegedienstes, Frau Hengl-Schweiger, aus der Taufe gehoben. Als Anerkennung gab es dafür vom Bayerischen Staatsministerium sogar eine finanzielle Unterstützung!

Seniorentreff

Harmonica Seniorentreff

Offener Seniorentreff des Pflegedienstes Harmonica

„Altern in Würde – Lebensqualität von pflegebedürftigen alten Menschen“?!

Eine Fragestellung oder ein Slogan, der seit einiger Zeit großen Raum in unserer gesellschafts- und sozialpolitischen Diskussion einnimmt. Doch wie sieht die Realität von Menschen aus, die ihr Leben gelebt und selbst gestaltet haben, wenn sie durch Alterungsprozesse und Krankheiten in ihrer individuellen Selbständigkeit eingeschränkt sind und pflegebedürftig werden. Mir waren die Lebensumstände von alten Menschen, aus meinem Verwandten- und Bekanntenkreis, zwar seit Jahren schon bekannt. Im speziellen beschäftigt mich die persönliche Situation und die Lebensqualität von Senioren aber, seit ich beruflich in der Altenpflege tätig bin. Als ich im August 2006 bei einem ambulanten Pflegedienst angefangen habe und Patienten im Stadtgebiet Nürnberg in ihren eigenen häuslichen Wohn- und Lebens-situationen aufsuche, wurde mir aktuell bewusst, wie viele einsame, alte Menschen Tag für Tag nur darauf warten, dass „die Schwestern“ vom Pflegedienst kommen. Da fährt man durch die Strassen und bemerkt nicht, wie einsam die Menschen hinter den Fenstern sind, viele die außer Fernseher und Radio keine Ansprache, keinen Gedankenaustausch und auch keine menschliche Zuwendung mehr haben. Für viele von unseren Kunden sind wir vom Pflegedienst der einzige Besuch und persönliche Kontakt, den sie noch regelmäßig haben.
Aus diesem Grund bekommen wir oft von unseren Patienten den Wunsch und die Aufforderung zu hören: „Setzen sie sich doch erst mal hin, trinken sie eine Tasse Kaffee mit und reden sie mit mir. Das Andere (Pflegetätigkeit) machen wir dann danach“. In diesen Situationen ist deutlich der Wunsch nach sozialem Kontakt, menschlicher Nähe und Wertschätzung zu bemerken und zu spüren. Mein Ziel ist es diese Bedürfnisse in die pflegerische Beziehung zu integrieren und das was in der Pflegeliteratur als „Gefühlsarbeit“ bezeichnet wird, bewusst in die all- tägliche Arbeit einzubeziehen. Denn durch die Umsetzung von Gefühlsarbeit, in der Pflegebeziehung, kann auch die Qualität der Pflege gesteigert werden und sie hat sogar ökonomische Vorteile, durch die höhere persönliche Zufriedenheit der Kunden und eine damit einhergehende Motivations- und Aktivitätssteigerung. Deshalb entwickelte sich für mich die Frage, wie man mit den vorgegebenen Zeit- und Finanzressourcen diesen wichtigen Aspekt miteinbeziehen und ausbauen kann.
Durch die geplante Vorgabe von inhaltlichen Themen könnte sich in der Folge ein persönlicher Gedanken- und Informationsaustausch zwischen den einzelnen Patienten und auch den Angehörigen entwickeln, aber auch mehr Transparenz für die Pflege. Wünschenswert wäre auch, dass sie auch eigenständige Kontakte und Netzwerke bilden und sich damit unabhängiger von den Einzelbesuchen machen, ähnlich wie es in den stationären Einrichtungen durch Gruppenbeschäftigungs- und Betreuungsangebote geschieht. So laden wir regelmäßig, einmal im Monat alle interessierten Senioren, Angehörige, Freunde und Bekannte zu unserem Seniorentreff ein.